Institut für Ethik und Recht in der Medizin


Herzlich willkommen am Institut für Ethik und Recht in der Medizin und Forschungsplattform der Universität Wien!


Das Institut für Ethik und Recht in der Medizin (IERM) der Universität Wien wurde 1993 gegründet und ist bisher das einzige seiner Art in Österreich. An dem seit 2004 als interdisziplinäre Forschungsplattform der Katholisch-Theologischen Fakultät, der Evangelisch-Theologischen Fakultät und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät geführten Institut ist auch die Medizinische Universität Wien über einen Kooperationsvertrag beteiligt.

Kontakt

Spitalgasse 2-4, Hof 2.8 
Campus, Altes AKH
A-1090 Wien

Telefon: +43 (1) 4277 22201 
Fax
: +43 (1) 4277 9222
E-Mail: ierm@univie.ac.at

Lageplan & Anfahrt

Öffnungszeiten

Während des Semesters 

MO bis FR 10 bis 16 Uhr

und nach Terminvereinbarung.


Während der vorlesungsfreien Zeit

nach Terminvereinbarung.

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 Aktuelles


Kongress: Pflegeethik und interprofessionelle Gesundheitsethik: Reflexionsräume, Potenziale und Handlungsimpulse für ein solidarisches Gesundheitswesen

Termin: 04.-06. März 2020

Ort: Van Swieten Saal, Van Swieten-Gasse 1a, 1090 Wien

Online-Anmeldung und weitere Informationen unter: https://pflegeethik.univie.ac.at/home/

Zielgruppe: Die Tagung wendet sich an Pflegende und Mitarbeitende anderer Gesundheitsberufe, an Forschende und Lehrende in der Pflege- und Gesundheitsethik aus den Einrichtungen und Bereichen, denen die Gestaltung der ethischen Reflexion ein wichtiges Anliegen ist.

Programm

Die derzeit diskutierten und praktizierten Modelle und Ansätze der Ethik in der Pflege bzw. der Pflegeethik gehen vielfach über eine reine Berufs- und Bereichsethik hinaus. Im Bereich der sogenannten ‚inner morality' finden in der Pflegewissenschaft und in der pflegeberuflichen Praxis weitreichende ethische Reflexionen statt. Im Hinblick auf eine interprofessionelle Ethik aller Gesundheitsberufe ist ein vertiefender Dialog bedeutsam: Interdisziplinarität und Multiprofessionalität werden als Basis guter Gesundheitsversorgung gesehen und thematisiert, oft besteht in der Praxis jedoch ein Nebeneinander der Gesundheitsberufe und ihrer ethischen Reflexion. Gleichzeitig sehen wir die Notwendigkeit und das Entwicklungspotential einer gemeinsam gelebten und praktizierten Ethik. Angesichts dessen fragen wir nach der Wirksamkeit und dem Gestaltungsrahmen einer (zukünftigen) Ethik für die Gesundheitsberufe und die Gesundheitssysteme im deutschsprachigen Raum und wollen Referenzpunkten, Potenziale und Handlungsbedarfe für die Weiterentwicklung benennen, auf dem Weg hin zu einer interprofessionellen Gesundheitsethik.

Die Tagung setzt sich zum Ziel, aktuelle Konzepte, Modelle und Anforderungen der Pflege- und Gesundheitsethik aufzugreifen und im Horizont standes- und gesundheitspolitischer sowie menschenrechtlicher Rahmungen weiterzudenken. Im Fokus stehen eine explizite Berufsethik der Pflege- und Gesundheitsberufe ebenso wie die angemessene Vermittlung ethischer Kompetenzen und deren praktische Umsetzung. Es geht um aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Pflegepraxis in den Gesundheitssystemen wie auch um forschungsethische Prinzipien.


Round Table: Ethische und rechtliche Herausforderungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz und Big Data im Gesundheitswesen

Im Rahmen des interdisziplinären Round Tables werden die ethischen und rechtlichen Herausforderungen des Einsatzes von künstlicher Intelligenz, Algorithmen und Big Data in der Gesellschaft im Allgemeinen und in Medizin und Gesundheitswesen im Speziellen unter den Aspekt der "Fairness" betrachtet. Hierbei kommen verschiedene Expert*innen in Form von Kurzvorträgen und einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Publikumseinbezug ins Gespräch. Im Anschluss wird bei einem kleinen Buffet noch Zeit und Raum für Austausch sein.

Termin: Mittwoch, 25. März 2020 (18.00 bis 20.00 Uhr, Doors open ab 17:30 Uhr)

Ort: Seminarraum Alte Kapelle, Hof 2.8, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Anmeldung: stefanie.machata@univie.ac.at

Die Veranstaltung ist kostenlos!

Programm folgt in Kürze.


4. Interdisziplinäres Dialogforum "Mensch und Endlichkeit - Zwischen Emotionsroboter und Beziehungsarbeit: Die Technisierung der Begleitung und Pflege"

Termin: 21.-23. September 2020

Ort: Seminarzentrum Schloss Goldegg (Pongau/Salzburg)

Weitere Informationen, Programm und Anmeldung unter: www.reglist24.com/goldegg2020

Programm

Die Entwicklung neuer Technologien für den Gesundheitsbereich werden Altern und Pflege in Zukunft grundsätzlich revolutionieren. Neben Vereinfachungen und Automatisierung mechanischer Aufgaben sind vor allem Veränderungen in Kommunikation und professioneller Beziehungsarbeit zu erwarten.


Wilhelm-Hartel-Preis für Ulrich H.J. Körtner

In Anerkennung seiner hervorragenden fächerüberreifenden Forschungstätigkeit im Bereich der Theologie sowie insbesondere der Medizin- und Bioethik ist Ulrich H.J. Körtner von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit dem Wilhelm Hartel-Preis ausgezeichnet worden. Die feierliche Übergabe des Preises fand am 13. Dezember 2016 statt. Der Wilhelm Hartel-Preis in Höhe von 15.000 Euro wird vergeben an Gelehrte, die in Österreich wirken und hervorragende wissenschaftliche Leistungen in den von der philosophisch-historischen Klasse der ÖAW im weitesten Sinne vertretenen Fächern vollbracht haben. 

Körtner ist seit 1992 Professor für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seit 2001 ist er Vorstand des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien, in dem er seit seiner Gründung 1993 tätig ist. Körtner ist auch Direktor des Instituts für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie in Wien. Neben der Medizin-, Pflege- und Bioethik liegen Körtners Forschungsschwerpunkte auf den Gebieten der Fundamentaltheologie und Hermeneutik, allgemeine Ethik, Diakonie, Ökumenische Theologie, Eschatologie und Apokalyptik. 1998 gehörte Körtner zu den Gründungsmitgliedern der Rudolf-Bultmann-Gesellschaft für Hermeneutische Theologie, deren Vorsitzender er von 1998 bis 2008 war.


Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst I. Klasse für Ulrich H.J. Körtner

Für seine Verdienste auf dem Gebiet der Medizin- und Bioethik sowie der Diakonie und der Diakoniewissenschaft wurde Ulrich H.J. Körtner das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst I. Klasse der Republik Österreich verliehen. Die Auszeichnung wurde ihm am 15. November 2016 von Staatssekretär Dr. Harald Mader überreicht.

Körtner ist seit 1992 Professor für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seit 2001 ist er Vorstand des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien, in dem er seit seiner Gründung 1993 tätig ist. Körtner ist auch Direktor des Instituts für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie in Wien und Bundespfarrer der Johanniter-Unfall-Hilfe Österreich. Seit 1994 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Ausschusses für Genanalysen und Gentherapie am Menschen. Er war Mitglied der österreichischen Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt (2001–2013), der World Commission on the Ethics of Scientific Knowledge and Technology (COMEST) der UNESCO (2006–2009) und der österreichischen UNESCO-Kommission (2006–2010).